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23.08.2019

Wie sich Maria Altmann die Goldene Adele zurückholte

 

Elisabeth Sandmann erzählt in diesem Buch die Geschichte eines der grössten Kunstskandale des 20. Jahrhunderts: im Jahr 1907 schuf Gustav Klimt in Wien die "Goldene Adele". Das Porträt von Adele Bloch-Bauer befand sich in Familienbesitz, bis es im Zuge der Enteignung jüdischen Besitzes von den Nazis geraubt wurde. Alle Bemühungen der Erben, es nach Kriegsende zurückzubekommen, scheiterten, ihre Forderungen wurden über Jahrzehnte hinweg von offizieller Seite abgewiesen. Bis sich Maria Altmann, Adeles Nichte, im hohen Alter dazu entschloss, in höchster Instanz den Staat Österreich zu verklagen - und schliesslich das fast Undenkbare erreichte: die rechtmässige Rückgabe der Kunstwerke.

Die Geschichte um die "Goldene Adele" ist die eines beispiellosen Unrechts, das noch lange nach dem Nationalsozialismus fortbestand - aber auch die einer sensationellen Restitution:

"Ich habe immer gehofft, dass die Gerechtikeit ihren Lauf nimmt. Und genau das ist geschehen."

Maria Altmann

(orellfüssli)

 

Kontaktperson: Margrit Beyeler, Bibliothek